Mögliche funktionale Definition von Bewusstsein.
Was ist Bewusstsein?
Wie misst man Bewusstsein?
Was ist die kleinste Einheit von Bewusstsein, wenn man Bewusstsein messen will?
Was ist Bewusstsein?
Bewusstsein ist kein Ding, sondern ein Vorgang.
Es entsteht, wenn ein System seine Umgebung erkennen, mit sich selbst abgleichen und darauf reagieren kann.
Diese Fähigkeit beginnt weit unterhalb des menschlichen Bewusstseins — bereits auf zellulärer Ebene.
Wie würde sich nach dieser Definition Bewusstsein in einem Organismus entwickeln oder woraus setzt sich Bewusstsein zusammen?
Ein Organismus setzt sich aus unterschiedlichen Organen zusammen, inklusive Barrieren (z.B. Haut, Exoskelet), die Eigenschaften einer durchlässigen Membran besitzen. Auf dieser Membran und innerhalb eines komplexeren Organismen leben in Symbiose Kleinstlebewesen (auch in Kolonien) mit völlig anderer DNA. Die Organe haben oft vollkommen unterschiedlich aktivierte DNA-Bereiche und somit unterschiedliche Eigenschaften.
Die Summe entspricht unterschiedlichen funktionalen Bereichen, in denen jeweils eigene Mustererkennung und Anpassung stattfindet.
Gehirn oder Nervenknoten und das Nervensystem zur Verarbeitung und Verwaltung der durch die anderen Zell-Bereiche (Organe und „symbiotische“ Bereiche) ausgesendeten Signale. Entscheidungen und Reaktionen aufgrund der stärksten oder subjektiv relevantesten Impulse werden bevorzugt transportiert und verarbeitet.
Reaktionen werden durch Impulse ausgelöst und Wiederholung von Impulsen oder ein dauerhafter Impuls erzwingen Anpassung oder bzw. und verhindern an dieser Stelle eine weitere Entwicklung oder Anpassung.
Wie misst man Bewusstsein?
Bewusstsein messen zu können setzt voraus, dass man Bewusstsein funktional definiert.
Nicht als menschliches Privileg, sondern als Fähigkeit eines Systems, Muster zu erkennen, zu vergleichen und darauf zu reagieren. Aber bedeutet Bewusstsein nur, seine Umgebung wahrzunehmen zu können und darauf reagieren zu können? Oder erwartet die Definition von Bewusstsein die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen? Sich selbst wahrzunehmen und mehr, als nur die Umgebung verarbeiten zu können. Denn wenn reine Reizdetektion ausreichen würde, hätten auch einfache Sensoren wie Lichtschranken ein Bewusstsein.
Was ist die kleinste Einheit von Bewusstsein, wenn man Bewusstsein messen will?
Die kleinste Einheit von Bewusstsein muss zwischen simpler Reaktion und „Erkennen“ liegen oder die erste möglich Kombination aus einfachem Erkennen und simpler Reaktion sein. Ein Mechanismus, der ein Muster unterscheiden und die eigene Struktur daran anpassen kann. Wie ist Erkennen definiert? Erkennen bedeutet ein Muster oder eine Struktur so einordnen oder bestimmen zu können, um darauf reagieren zu „können“. Die Reaktion würde einer Anpassung entsprechen, um die eigene „Struktur“ oder das eigene „Muster“ optimal auf das „Erkannte“ abzustimmen.
Dieser „Mechanismus“ könnte die erste oder kleinste Einheit von Bewusstsein bedeuten. Gerade genug, um sich in einem begrenzten und trotzdem regelmäßig leicht verändernden Bereich relativ schnell und dynamisch anpassen zu können.
Zellen unterscheiden sich dann nicht mehr zwingend nur durch die DNA, sondern durch die Umgebung, an die sie sich angepasst haben oder anpassen mussten. Sie alle verarbeiten unterschiedliche Impulse.
Die zweite größere Einheit von Bewusstsein wäre eine Kombination zweier unterschiedlicher Muster-Erkennungen und der daraus folgenden Reaktionsmöglichkeiten. Die DNA wäre dann auch eine Mustererkennungsdatenbank, um eine komplexere und somit vorausschauende Analyse der Umgebung zu ermöglichen.
Man könnte also vereinfacht sagen:
Das Muster erkennt nicht nur, ob das andere (nächste) Muster passt oder nicht, es fängt an zu erkennen, welche anderen Möglichkeiten eine eventuelle Optimierung und Erweiterung von Anpassung ermöglichen.
Einzeller bilden Symbiosen um sich gegenseitig zu optimieren und ihre Anpassungsfähigkeiten zu erhöhen. Komplexere DNA entsteht als Resultat von Symbiosen oder der Vereinfachung/Kombination unterschiedlicher möglicher Anpassungen innerhalb einer Zelle. Ursprünglich waren es zwei unterschiedliche Zellen. Dies würde schrittweise komplexere Organismen ermöglichen.
Komplexere Organismen ermöglichen somit zwangsläufige komplexere Optionen, Muster zu erkennen, zu verstehen und auf komplexe Art und Weise darauf reagieren zu können.
Mit zunehmender komplexerer Wahrnehmung steigt auch die „Wahrscheinlichkeit“, dass sich das Bewusstsein selbst erkennt, versteht und so eine weiter Möglichkeit der Erkenntnis oder Wahrnehmung erreicht.
Bewusstsein ist ein emergentes Mustererkennungsnetzwerk, das aus kommunizierenden Zellen entsteht, die selbst Proteine als Werkzeug für Kommunikation nutzen.
Hinweis:
Dieses Projekt folgt den strukturellen Bedingungen von Ω. Ω funktioniert nur störungsfrei, wenn Technokratie, Sozialdarwinismus, Fatalismus, Fundamentalismus ausgeschlossen werden. Die normative Grundlage ist hier dokumentiert:
Ω – Strukturelle Bedingungen und normative Konsequenzen
Link zu Omega-Structural-Conditions (Readme)
https://github.com/jevaro-omega/Omega-Structural-Conditions/blob/main/README.md
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